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"Irgendwas stimmt nicht" - wann rufe ich den Pferdeosteopathen?

19. März
2 Min. Lesezeit

Zuerst: Dein Pferd will keinen Schritt mehr vorwärts gehen? Es blutet stark? Es hat Fieber und / oder ist apathisch? Es hat Symptome einer Kolik? Dann nimm bitte sofort das Handy in die Hand und rufe einen Tierarzt !!! Hier kann dir KEIN Pferdeosteopath weiterhelfen.

Wann rufst du am besten eine Osteopathen für dein Pferd?
Mein erster Tipp: Hör auf dein Bauchgefühl !
Da unsere Pferde uns leider nicht einfach sagen können wenn ihnen etwas wehtut und ihre Schmerzen auch gerne möglichst lange verheimlichen, ist die kleinste Veränderung im Verhalten manchmal schon ein aussagekräftiges Zeichen, dass deinem Pferd etwas wehtut. Das kann schon eine kleine Abwehrreaktion beim Aufhalftern sein, ein schlagender Schweif beim antraben, eingeschränkte Bewegungsmuster z.B. Taktunreinheiten, bis hin zu Aggressivität usw. Wenn sich das Verhalten deines Pferdes irgendwie negativ verändert hat, du es vielleicht nicht in Worte fassen kannst, aber ein komisches Bauchgefühl hast, dann kann ein gut ausgebildeter Pferdeosteopath euch helfen.
Eine osteopathische Behandlung bei deinem Pferd kann die Leichtigkeit und Durchlässigkeit fördern, sich positiv auf den Takt, den Schwung und die Anlehnung auswirken und dazu führen, dass sich das Pferd freier und lockerer bewegen kann. Nach Absprache mit dem Tierarzt kann die Physiotherapie in der Reha-Phase nach einer Verletzung unterstützen und den Pferdekörper dabei begleiten sich selbst schneller zu regenerieren.

Besser Vor- als Nachsorge
… so ist es auch bei unseren lieben Pferdchen. Denn nicht nur das Sportpferd, sondern wirklich jedes Pferd hat es verdient regelmäßig einen Osteopathen zu sehen (und vor allem zu spüren). Die Empfehlung lautet alle 3-6 Monate, wenn zwischendurch keine Auffälligkeiten auftreten. Bei regelmäßigen Terminen können kleine Probleme frühzeitig erkannt werden, bevor sie große Auswirkungen auf den restlichen Körper haben. Die Pferde als Fluchttiere wollen niemals Schwäche zeigen, weshalb sie ihre Schmerzen gerne möglichst lange für sich behalten. Vielleicht kennst du es selbst, dass du eines Tages mit leichten Nackenschmerzen aufstehst, der Schmerz sich irgendwann zwischen die Schulterblätter zieht und nach ein paar Tagen tut dir der ganze Rücken weh und du magst dich nicht mehr bewegen. Wenn du die Schmerzreaktion bei deinem Pferd erkennst, trägt es diesen also bereits eine Weile mit sich herum und schafft es nicht mehr sich alleine zu regenerieren. Um das Problem möglichst früh an der Wurzel zu packen, ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig.
Im Körper hängt alles miteinander zusammen. Wenn so etwas lange unbehandelt bleibt, verändern sich u.a. die muskulären und faszialen Strukturen oder später auch die Hufform und die Gelenkstellung. So kann z.B. ein Beckenschiefstand auch zu Schmerzen im Nackenbereich führen oder sich als Problem in der Stellung und Biegung zeigen. Im besten Fall lässt man es als Pferdebesitzer also gar nicht erst so weit kommen, aus der Verantwortung unseren Tieren gegenüber und mit dem Ziel, dass es ihnen gut gehen soll.

Fazit
Wenn du ausschließen kannst, dass dein Pferd einen Tierarzt braucht, du aber ein komisches Bauchgefühl hast, dass ihm etwas fehlen könnte, melde dich gerne und wir machen einen Termin aus.
 
 
 

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